DEENFRITNLRU    Mobile Version   Blog   Webcam

Unser Umweltengagement

Nachdem wir bei uns in der Nähe eine seltene Vogelart - den Eisvogel - entdeckt haben, setzen wir uns aktiv für seine Wiederansiedlung am Lago di Lugano ein und unterstützen die Vogelwarte Bolle di Magadino. Hier erfahren Sie mehr über den "fliegenden Edelstein":

 

 

Woher kommt der Name?

Seinen Namen hat der Eisvogel nicht etwa, weil er sich bei Eis und Schnee besonders wohlfühlt - ganz im Gegenteil. Wenn es sehr kalt ist, sterben die Vögel. Sein Name kommt vermutlich aus dem Althochdeutschen. Das Wort „eisan“ hieß früher schillernd oder glänzend. Die Federn des Eisvogels sind schillernd blau.

 

Wo wohnt er?

Der Eisvogel besiedelt weite Teile Europas, Asiens sowie das westliche Nordafrika. Isolierte Populationen finden sich im östlichen Indonesien und in Melanesien. Zu den nicht von Eisvögeln besiedelten Regionen zählen Island, Nordschottland, Nordskandinavien und Sibirien. In Hochgebirgsregionen und Wüsten kommt diese Vogelart ebenfalls nicht vor, da Eisvögel während des ganzen Jahres offenes Süßwasser benötigen. Der Eisvogel lebt an mäßig schnell fließenden oder stehenden Gewässern mit Kleinfischbestand. Außerhalb der Brutzeit kann er sich sogar am Meer aufhalten. Als Brutplätze dienen Steilufer oder große Wurzelteller umgestürtzter Bäume mit dicker Erdschicht.  

 

Wie redet er?

Der kurze, scharfe Ruf des Eisvogels klingt wie „tiht“ oder „ti-it“, das bei Erregung zu „tih-tih“ oder „tit-tit-tit“ abgewandelt wird. Bei Erregung klingen die Rufe fast stimmlos „krrikrrtkrrt“. Entgegen falscher Beschreibungen tragen Eisvögel keinen Gesang mit verschiedenen Rufen, Pfiffen und Rollern vor. Die Bettelrufe der Jungen bestehen aus einem durchdringenden, lang andauernden „rrüerrüerrüe“. Zur Verständigung mit den flüggen Jungen verwenden Eisvögel Frage-Antwort-Rufe. Altvögel kündigen sich mit einem kurzen „tieht“ an und Jungvögel antworten mit „tschik“.

 

Sein Verhalten

Der Eisvogel ist standorttreu und tagaktiv. Bei der Begegnung zweier Individuen wird zunächst gedroht. Dabei sitzt der Eisvogel hoch aufgerichtet, gestreckt, mit angelegtem Kleingefieder und nach vorn sackenden Flügeln. Zur Verstärkung der Drohung verbeugt er sich ganz langsam vor dem Gegner, wobei der Kopf einen vertikalen Kreisbogen beschreibt oder langsam von einer Seite zur anderen gedreht wird. Die stärkste Drohung besteht darin, dass der Vogel die Flügel ausbreitet und sich in voller Größe zeigt. Bei Drohduellen sitzen sich die Rivalen steif und dünn im Profil gegenüber, wobei manchmal kurze, von erregten Rufen begleitete Verfolgungsflüge stattfinden. Vermutlich testen sie sich dabei in Bezug auf Ausdauer, Kraft und Belastbarkeit. In Ausnahmefällen reicht das Drohen nicht aus und es kommt zum Kampf. Dabei versucht ein Eisvogel den anderen vom Ansitz zu stoßen oder in den Nacken zu beißen. Wenn dies nicht gelingt, fassen sich die Rivalen gegenseitig am Schnabel und zerren sich hin und her, flattern zu Boden oder fallen ins Wasser.

 

Was frisst er?

Der Eisvogel frisst kleine Fische, aber auch Insekten und kleine Frösche. Ihm bei der Jagd zuzuschauen ist sehr beeindruckend. Der kleine Vogel stürzt sich kopfüber ins Wasser. Unter der Oberfläche schnappt er mit seinem Schnabel nach Fischen.

 

ABACUS HOTEL AND WINE CONSULTING LTD. • Casella Postale 641 - CH-6906 Lugano • Tel: +41 91 923 40 86 • Fax:+41 91 924 21 41 • info@parco-san-marco.com.