• Hirsch am See

Säugetiere des Parco San Marco

DER ROTHIRSCH - Cervuselaphus

Körpergrösse und Fell:

Kopf-Rumpf-Länge: 150 bis 250 cm; Schwanzlänge 10 bis 17 cm. Die Färbung des Fells wechselt zweimal pro Jahr: braun-rötlich im Sommer und graubraun im Winter. Auf dem Hinterteil befindet sich ein grosser gelblicher Fleck. Die Kälber haben ein hellbraunes Fell mit weissen Tupfen.

Hinweise auf Anwesenheit:

Verschiedene Anzeichen lassen auf die Anwesenheit von Hirschen schließen: geschälte Bäume (zwecks Ernährung im Winter), Kratzer an Baumstamm und Ästen (Markierungen, die der Hirsch beim „Fegen“ seines Geweihs hinterlässt, wenn er den Bast der neugewachsenen Stangen an Gehölz und Ästen abschabt); Hufspuren (sog. Trittsiegel); und die Losung (Exkremente), die aus kleinen schwarzen Kügelchen (auch Köttel genannt) besteht, die in grosser Menge eng beieinander hinterlassen wird.

Besonderheiten

Die Stangen (zu Unrecht als „Hörner“ bezeichnet) sind ein Kennzeichen des männlichen Hirsches. Sie sind aus Knochengewebe (nicht etwa aus Horn) und beginnen im Jahr nach der Geburt zu wachsen. Sie sind zunächst von einer samtigen Schicht bedeckt, die man „Bast“ nennt. Erst wenn das Wachstum abgeschlossen ist, schabt der Hirsch den Bast ab. Von seinem zweiten Lebensjahr bis zum Lebensende wirft der Hirsch Jahr für Jahr sein Geweih ab, das jährlich so lange an Masse und Grösse zunimmt, bis das Tier ausgewachsen ist.

Der Rothirsch

DAS REH - Capreolus capreolus

Körpergrösse und Fell:

Kopf-Rumpf-Länge: 90 bis 130 cm. Das Reh ist ein schwanzloses Tier. Das Fell, das im Sommer eine rötliche Färbung aufweist, die ins Graubraune changiert, zeigt im Winter einen großen weissen Fleck auf dem Hinterteil, herzförmig bei der Ricke (mit einem Büschel weißer Haare, die einem Schwanz ähneln) und in Form einer umgedrehten Bohne beim Bock. Bis zum Alter von drei Monaten ist das Fell der Kitze rötlich mit weißen Punkten. Der Bock trägt ein Geweih, das jedes Jahr innerhalb von nur 120 Tagen vollkommen neu wächst.

Hinweise auf Anwesenheit:

Das Reh ist ein Gewohnheitstier: es begibt sich in der Regel abends zur gleichen Zeit an den gleichen Ort. Beim Äsen hinterlässt es unmissverständliche Zeichen seiner Anwesenheit: die Trittsiegel und die Losung. Der Abdruck ist klein, 5 x 4 cm, länglich, nach vorn schmal zulaufend. Die Aussenseiten der Hufe sind konvex geformt und vorspringend, ebenso die Fußballen. Die Losung ist glänzend schwarz und zylindrisch, klein und eiförmig. Der Bock hinterlässt Fegespuren an Gebüsch und kleineren Bäumen, wenn er den Bast der nachgewachsenen Stangen abschabt oder aber so sein Revier markiert.

Besonderheiten:

Der Schrei des Rehs, ausgestossen bei Angst oder zur Warnung von Artgenossen, erinnert an ein heiseres und tiefes Bellen. Es ertönt in regelmässigen Abständen mehrmals nacheinander.

Das Reh

DER DACHS - Meles meles

Körpergrösse und Fell:

Kopf-Rumpf-Länge: 67 bis 80 cm, Schwanz: 11 bis 19 cm. Der Pelz ist dicht und graufarben. Er besteht aus langen, spröden Grannenhaaren, die von der Wurzel bis zur Spitze weiss-schwarz-weiss gefärbt sind. Den Kopf schmücken lange schwarz-weisse Streifen.

Hinweise auf Anwesenheit:

Es ist nicht leicht, dieses Nachttier zu beobachten, aber die Trittsiegel auf aufgeweichtem Boden sind gut zu erkennen. Sie erinnern, (da es sich um einen Sohlengänger handelt) an die eines kleinen Bären. Auch die Art, wie er seinen Kot setzt, ist charakteristisch und untrüglicher Hinweis auf seine Nähe: Er sammelt ihn in sogenannten „Abtritten“, die entweder aus einem einzigen Loch bestehen oder aus mehreren im Umkreis von 2 bis 3 m2.

Besonderheiten:

Der Dachs lebt im Familienverband und ist ein ausgezeichneter Gräber. Seine in den Boden gegrabenen Baue werden ständig erweitert und werden von Generation zu Generation vererbt.

Der Dachs

DAS EICHHÖRNCHEN - Sciurus vulgaris

Körpergrösse und Fell:

Kopf-Rumpf-Länge: 19 bis 29 cm, Schwanz: 14 bis 34 cm. Eichhörnchen können zwei verschiedene Färbungen aufweisen: rostrot mit dem Schwanz in der gleichen Farbe oder rotbraun mit dunklem Schwanz.

Hinweise auf Anwesenheit:

Die Nähe des tagaktiven Eichhörnchens erkennt man an den abgenagten Fichtenzapfen und Haufen von Walnuss- und Haselnussschalen unter Bäumen, wo das Tier sich in der Regel ernährt.

Besonderheiten:

Eichhörnchen machen keinen Winterschlaf sondern sind das ganze Jahr über aktiv.

Das Eichhörnchen

DAS WILDSCHWEIN - Sus scrofa

Körpergrösse und Fell:

Kopf-Rumpf-Länge: 110 bis 155 cm; Schwanz 15 bis 20 cm. Das Fell von Wildschweinen besteht aus langen, häufig grauen und schwarzen Haaren (den Borsten). Die Frischlinge haben charakteristische Streifen  am ganzen Körper, während Jungtiere ein eher rötliches Fell haben.

Hinweise auf Anwesenheit:

Die Trittsiegel von Wildschweinen sind auf lockerem Boden gut sichtbar und zeigen neben den Hufen auch das „Geäfter“ (die beiden im Laufe der Zeit verkümmerten Afterklauen) an der Hinterseite des Laufes.  Die deutlichsten Spuren, die Wildschweine hinterlassen, sind jedoch die aufgewühlten Böden. Auf der Suche nach Knollen, kleinen und grossen Wirbellosen und anderem Essbarem „durchpflügen“ die Tiere mit dem Rüssel das Erdreich.

Besonderheiten:

Trotz der Schäden, die das Wildschwein auf landwirtschaftlich genutzten Flächen anrichtet (bebauten Feldern, Heuwiesen und Weiden), kann es als nützlich für den Menschen gelten wegen des Beitrags, den es bei der Regulierung der Population an giftigen Vipern (Vipera aspis) leistet, deren Biss die Tiere dank ihrer dicken subkutanen Fettschicht nicht zu fürchten brauchen.

Das Wildschwein

DER SIEBENSCHLÄFER - Glis glis

Körpergrösse und Fell:

Kopf-Rumpf-Länge: 12 bis 20 cm; Schwanz 11 bis 15 cm. Das Fell ist oben grau, von der Kehle bis zum Bauch weisslich.

Hinweise auf Anwesenheit:

Der Siebenschläfer wohnt gern in der Nähe oder im Inneren von menschlichen Behausungen: Dachböden, Bauernhäusern, Scheunen und verlassenen Häusern. Seine Anwesenheit erkennt man an großen Haufen von Abfall (Haselnuss- und Walnussschalen) und an kleinen (1-2cm), schwärzlichen, zylindrisch geformten Exkrementen.

Besonderheiten:

Der Siebenschläfer ist ein Gruppentier. Selbst den Winterschlaf hält er nicht allein sondern in einer Gruppe (von 2 bis 20 Tieren)

Der Siebenschläfer

DER FUCHS - Vulpes vulpes

Körpergrösse und Fell:

Kopf-Rumpf-Länge 55-80 cm; Schwanz 35 bis 40 cm. In der Regel rötlich mit einem Stich ins Braune, Schultern und seitliche Partien grau, weisslicher Bauch

Hinweise auf Anwesenheit:

Der Fuchs ist ein vornehmlich nachtaktives Tier, aber seine Anwesenheit kann man durch Beobachtung der Pfotenabdrücke und an seinem Kot erkennen. Das Trittsiegel des Fuchses (etwa 5 cm lang und 4-4,5 cm breit) unterscheidet sich von dem des Hundes durch die beiden mittleren Zehen, die etwas vorstehen und parallel angeordnet sind. Es ist möglich, zwischen den Zehenballen der mittleren Zehen und der äusseren Zehen eine horizontale Linie zu ziehen, die keinen der Ballen berührt.  Die Exkremente (zwischen 5 und 12 cm lang) enthalten Haare und andere Nahrungsreste und werden oft gut sichtbar auf vorspringenden Orten abgelegt: Steine, Baumstämme etc.

Besonderheiten:

Füchse graben ihre eigenen Baue, sie benutzen aber auch von Dachsen gegrabene Baue und bewohnen mit ihnen gemeinsam separate Abschnitte, so dass sie sich nicht ins Gehege kommen.

 Der Fuchs

Head Image: Wikipedia-Giacomini